Dienstag, 20. Januar 2026

MINTup 2025 – Preisübergabe für das Astronomie- und Amateurfunkprojekt „SOLARIS“

English version below

Am 16. Januar 2026 erhielt unsere Schule besonderen Besuch: Frau Professor Dr. Cornelia Scott und Herr Professor Dr. Markus Holz von der Markus Holz und Cornelia Scott Stiftung (HOSCO-Stiftung) aus Bernburg waren zu Gast am Liborius-Gymnasium Dessau.

Im Rahmen der Ausschreibung zum MINTup-Preis 2025 hatten wir uns im vergangenen Jahr mit unserem Projekt „SOLARIS“ beworben – mit Erfolg: Als eines von vier Gymnasien in Sachsen-Anhalt wurden wir mit einem Preisgeld von 1.000 Euro ausgezeichnet.

Der Projektname „SOLARIS“ besitzt dabei eine doppelte Bedeutung. Zum einen stammt er aus dem Lateinischen und bedeutet „zur Sonne gehörig“. Zum anderen setzt er sich als Akronym aus dem eigentlichen Projektziel zusammen:
Solar Observation and Long-range Amateur Radio Ionosphere Studies.

Die beiden Projektkurse Astronomie der 10. Klassen sowie die Arbeitsgemeinschaft Amateurfunk und Elektronik widmen sich im Jahr 2026 intensiv der Erforschung der Sonnenaktivität und deren Einfluss auf die Ausbreitungsbedingungen elektromagnetischer Wellen in der Ionosphäre.

Mit dem Preisgeld wird für die astronomische Beobachtung der Sonne ein Smart-Teleskop mit Stativ (DWARF 3) angeschafft. Für die AG Amateurfunk und Elektronik ist der Kauf eines Bauteilkonvoluts zur Entwicklung und zum Bau einer WSPR-Bake (WSPR – Weak Signal Propagation Reporter) vorgesehen.
Über den Fortschritt des Projekts wird regelmäßig auf der
Fachschaftsseite Astronomie sowie im Schulstations-Blog der AG Amateurfunk und Elektronik berichtet.

Herr Krüger eröffnet die Veranstaltung
Pünktlich um 10 Uhr eröffnete unser stellvertretender Schulleiter und pädagogischer Leiter Herr Krüger die Veranstaltung in der Aula. Neben Schülerinnen und Schülern der Astronomiekurse, der AG Amateurfunk, des Mathematik-Grundkurses 11 sowie eines Kurses katholische Religion waren auch Herr Gitter von der Mitteldeutschen Zeitung und der Pressefotograf Herr Ruttke anwesend.

Die Schülerinnen und Schüler stellten das Projekt „SOLARIS“ anhand einiger Folien vor und wiesen dabei auf die Bedeutung der Sonnenforschung sowie auf die astronomische Tradition der Sonnenstadt Dessau hin. Vor genau 200 Jahren (1825) entdeckte hier Samuel Heinrich Schwabe die 11-jährige Sonnenfleckenperiodizität – eine Leistung, für die er später von der Royal Astronomical Society in London mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Erklärung der Ausbreitung von Kurzwellen


Vorstellung der WSPR-Bake

Anschließend richteten die beiden Stifter einige Worte an die Anwesenden. Sie würdigten das Engagement aller Beteiligten und betonten die große Bedeutung solcher Projekte für den zukünftigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland. Symbolisch überreichten sie einen Scheck über 1.000 Euro

Übergabe des 1000€ Schecks durch Frau Prof. Dr. Scott und Herrn Prof. Dr. Holz

Interessanter Austausch im Schülercafe
Nach dem obligatorischen Fototermin trafen sich die Stifter, Herr Gitter von der MZ sowie die Projektleiter Kathrin und Jens Home zu einem angeregten Gedankenaustausch in unserem Schülercafé „Libo-Lounge“. Dort hatten Frau Funke und Frau Maack gemeinsam mit engagierten Helferinnen und Helfern einen leckeren Imbiss vorbereitet. Im Gespräch wurde insbesondere die zentrale Rolle des Elternhauses sowie der Lehrerinnen und Lehrer für ein nachhaltiges Interesse der Schülerinnen und Schüler an den MINT-Fächern hervorgehoben.

Mit besten Wünschen für das geplante Vorhaben verabschiedeten sich Frau Scott und Herr Holz. Passend dazu schien an diesem bedeutsamen Tag für uns – fast symbolisch – die Sonne ununterbrochen vom tiefblauen Winterhimmel.

Kathrin und Jens Home
Projekt „SOLARIS“
Liborius-Gymnasium Dessau

 

MINTup 2025 – Award Ceremony for the Astronomy and Amateur Radio Project “SOLARIS”

On January 16, 2026, our school received special visitors: Professor Dr. Cornelia Scott and Professor Dr. Markus Holz from the Markus Holz and Cornelia Scott Foundation (HOSCO Foundation) in Bernburg visited Liborius-Gymnasium Dessau.

As part of the call for applications for the MINTup Award 2025, we applied last year with our project “SOLARIS” – successfully. As one of four highschools in Saxony-Anhalt, we were awarded prize money of 1,000 euros.

The project name “SOLARIS” has a double meaning. On the one hand, it comes from Latin and means “belonging to the sun.” On the other hand, it is an acronym derived from the actual project objective:
Solar Observation and Long-range Amateur Radio Ionosphere Studies.

In 2026, the two Grade 10 astronomy project courses as well as the Amateur Radio and Electronics club will devote themselves intensively to researching solar activity and its influence on the propagation conditions of electromagnetic waves in the ionosphere.

The prize money will be used to purchase a smart telescope with tripod (DWARF 3) for astronomical observation of the sun. For the Amateur Radio and Electronics club, the acquisition of a set of components for the development and construction of a WSPR beacon (WSPR – Weak Signal Propagation Reporter) is planned.

Progress on the project will be reported regularly on the astronomy department’s website as well as on the school radio station blog of the Amateur Radio and Electronics club.

Mr. Krüger opens the event

At exactly 10 a.m., our deputy headmaster and director of education, Mr. Krüger, opened the event in the school auditorium. In addition to students from the astronomy courses, the amateur radio club, the Grade 11 basic mathematics course, and a Catholic religion course, Mr. Gitter from the Mitteldeutsche Zeitung and press photographer Mr. Ruttke were also in attendance.

The students presented the “SOLARIS” project using a series of slides, highlighting the importance of solar research as well as the astronomical tradition of the “Sun City” of Dessau. Exactly 200 years ago (1825), Samuel Heinrich Schwabe discovered the 11-year sunspot cycle here—an achievement for which he was later awarded the Gold Medal by the Royal Astronomical Society in London.

Explanation of shortwave propagation


Presentation of the WSPR beacon

Afterwards, the two founders addressed the audience. They praised the commitment of everyone involved and emphasized the great importance of such projects for Germany’s future as a center of business and science. As a symbolic gesture, they presented a check for 1,000 euros.

Presentation of the €1,000 check by Professor Dr. Scott and Professor Dr. Holz
Engaging exchange of ideas in the student café

Following the obligatory photo session, the founders, Mr. Gitter from the Mitteldeutsche Zeitung, and the project leaders Kathrin and Jens Home met for an animated exchange of ideas in our student café, the “Libo Lounge.” There, Ms. Funke and Ms. Maack, together with dedicated helpers, had prepared a delicious snack. The discussion particularly highlighted the central role of parents and teachers in fostering a sustained interest in STEM subjects among students.

With best wishes for the planned project, Ms. Scott and Mr. Holz took their leave. Fittingly, on this significant day for us—almost symbolically—the sun shone continuously from a deep blue winter sky.

Kathrin and Jens Home
Project “SOLARIS”
Liborius-Gymnasium Dessau

 


Samstag, 27. Dezember 2025

Phoenix - mit dem Feuervogel um die Erde

AATiS Bausatz AS825

English version below 

 Die Tage sind kurz und trübe. Wer denkt da schon an eine Mission, die solar­gestützt eine Nutzlast um die Erde bringen soll? Unsere Schülerinnen und Schüler der Schulstation taten genau das: Sie heizten die Lötkolben an und stellten sich der Herausforderung „Phoenix-LTS03“.

 

 

Sorgfältige Planung des Aufbaus

 

 

 

 Das Projekt basiert auf dem Bausatz AS825 des AATiS. Die lediglich 3 Gramm schwere Nutzlast ist vollständig in SMD-Bauweise realisiert und stellt entsprechend hohe Anforderungen an unsere Projektteams. Insgesamt werden zwei Nutzlasten aufgebaut, getestet und im Jahr 2026 auf ihre lange Reise geschickt.

 

Löten des GPS-IC
Auftragen der SMD-Lötpaste

Ein separates Team beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung und dem Bau effizienter Solarpanels. Nach Planung und umfangreichen Tests fiel die Entscheidung auf eine Konfiguration mit sieben Einzelzellen. Selbst bei ungünstigen Sonnenständen von unter 15 Grad liefert diese Anordnung zuverlässig die benötigte Leistung. Die extrem fragilen Rohzellen im Format 19 × 51 mm erfordern dabei viel Fingerspitzengefühl und ein exakt eingehaltenes Löttemperatur-Fenster.

Planung der Solarzellenanordnung

Halter aus Depron



Verlöten der Einzelzellen zum Panel

Die größte Herausforderung für die Nutzlastteams ist das Einlöten des GPS-Moduls ATGM336H, dessen Pin-Abstand lediglich 0,5 mm beträgt. Zum Einsatz kommen dabei ein russisches Stereomikroskop MBC-10 sowie ein modernes Bildschirmmikroskop für die abschließende Kontrolle.

Fertige Nutzlast

Nach erfolgreichem Aufbau werden die Nutzlasten programmiert und anschließend intensiv getestet. Bei Windstille, ausreichendem Sonnenstand und wolkenlosem Himmel sollen Phoenix 1 und Phoenix 2 dann im Jahr 2026 starten – und vielleicht ein kleines Stück Raumfahrtgeschichte schreiben.

J. Home, DK0LG 



Phoenix – Around the World with the Firebird

The days are short and gloomy. Who would think of a mission that aims to carry a 
The AATiS AS825 payload kit.

payload around the Earth powered solely by solar energy? Our students at the school ground station did exactly that: they fired up the soldering irons and took on the challenge known as “Phoenix-LTS03.”

The project is based on the AS825 kit from AATiS. The payload, weighing only 3 grams, is entirely built using SMD technology, placing high demands on our project teams. In total, two payloads are being assembled, tested, and scheduled for launch on their long journey in 2026. 

Applying SMD solder paste
Careful planning of the assembly

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A dedicated team is focusing exclusively on the development and construction of efficient solar panels. After extensive planning and testing, a seven–single-cell configuration was selected. Even at unfavorable sun elevations of less than 15 degrees, this setup reliably delivers the required power. The extremely fragile raw cells, measuring 19 × 51 mm, demand a steady hand and strict adherence to precise soldering temperatures.

 

Planning the solar cell configuration
Holder made of Depron

 

 

 

 

 

 

 

 

The greatest challenge for the payload teams is soldering the ATGM336H GPS module, which features a pin pitch of just 0.5 mm. For this task, a Russian MBC-10 stereo microscope is used, along with a modern digital microscope for final inspection.

Soldering single solar cells to form the panel

Once assembly is complete, the payloads are programmed and subjected to extensive testing. Provided there is no wind, sufficient sunlight, and clear skies, Phoenix 1 and Phoenix 2 are planned to launch in 2026—ready to embark on their long journey and perhaps write a small chapter of spaceflight history.

Fully assembled Phoenix payload

 

Donnerstag, 28. August 2025

Hightech-Spende für junge Tüftler: Comprise IT Systeme unterstützt unsere Elektronik-AG

 

Die Begeisterung war riesig, als in unserer Elektronik- und Amateurfunk-Arbeitsgemeinschaft zwei neue 3D-Drucker samt umfangreichem Zubehör eintrafen – gespendet von der Firma Comprise IT Systeme GmbH aus Zerbst.

Große Freude über die Spende:  

Mit den Modellen "da Vinci Junior 1" und "da Vinci Junior Pro" sowie einer großen Auswahl an Filamenten und Druckmatten konnte unsere AG direkt durchstarten. Bereits in der ersten Sitzung nach dem Eintreffen der Geräte wurden erste Projekte in Angriff genommen – mit echtem Praxisbezug:

Ein zentrales Ziel unserer Arbeitsgemeinschaft ist die Vorbereitung und Durchführung von Stratosphärenballon-Missionen. Diese sollen künftig zusätzlich durch Solarenergie unterstützt werden. Dazu entwarfen die Schüler in kurzer Zeit maßgeschneiderte Halterungen für empfindliche Solarzellen, die anschließend auf unseren neuen 3D-Druckern gefertigt wurden.

Die neuen 3D-Drucker kommen direkt in mehreren Projekten zum Einsatz.

 Da die Solarzellen extrem bruchanfällig sind, war es besonders wichtig, eine sichere, stabile und gleichzeitig leichte Halterung zu entwickeln – eine Herausforderung, die unsere Schüler mit viel Kreativität und technischem Know-how meisterten.

Doch damit nicht genug: Auch für den Start der kommenden Ballonmission mit der Nutzlast Phoenix LTS-03 wurden eigene Lösungen entwickelt. Eine komplett neue Startrampe entstand – ebenfalls aus dem 3D-Drucker.

Alle Entwürfe, Konstruktionen und Druckprozesse wurden eigenständig von den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Der Stolz und die Begeisterung in der AG sind deutlich spürbar – und der Wissensdurst ist durch diese praktische Arbeit noch weiter gewachsen.

Planung, Konstruktion und Umsetzung 

 

Halterung für eine hochempfindliche Solarzelle









 

  

Weitere Eindrücke und Bilder der ersten Projekte findet ihr im Bilderbereich unseres Blogs!

Wir bedanken uns herzlich bei Comprise IT Systeme GmbH aus Zerbst für diese großzügige und zukunftsorientierte Spende. Sie hat nicht nur unsere Ausstattung auf ein neues Level gehoben, sondern vor allem unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, ihre Ideen direkt umzusetzen – von der Skizze bis zum fertigen Bauteil.

Bildergalerie:

 

   
Konstruktion am Computer

Die Startrampe im Druck


Überwachung des Druckvorgangs am da Vinci Junior Pro

Fertige Startrampe mit Phoenix LTS-03

Mittwoch, 14. Mai 2025

26. Europatag der Schulstationen – Wir sind wieder dabei!

Nachdem wir im vergangenen Jahr aufgrund unseres Moonbounce-Experiments nicht an diesem für uns
schon zur Tradition gewordenen Contest des AATiS teilnehmen konnten, war der 5. Mai dieses Jahr frühzeitig im Kalender vorgemerkt.

Leider fiel der Termin mitten in die Abiturprüfungen unserer 12. Klassen, sodass einige unserer erfahrenen AG-Mitglieder nicht teilnehmen konnten. Spannend waren auch die neuen Ausschreibungsregeln des Wettbewerbs, mit denen wir uns im Vorfeld intensiv beschäftigt haben.

Zunächst wurde die Beschränkung der Wertungszeit auf eine Stunde aufgehoben. Für uns bedeutete das einen Nachteil, da wir aufgrund schulischer Bedingungen erst ab 14:30 Uhr aktiv in den Contest einsteigen konnten. Damit hatten wir natürlich kaum eine Chance, mit Schulstationen mitzuhalten, die den ganzen Tag Betrieb machten – aber was soll's: Die Teilnahme zählt!

Die QO100 Station im Kopfhörerbetrieb

Till im QSO auf Kurzwelle









 

 

Positiv wirkte sich aus, dass auf digitale Betriebsarten verzichtet wurde. In der Kurzwellenwertung sind wir traditionell stark im SSB-Bereich vertreten. Nach einer gründlichen Einarbeitung in die neuen Wettkampfregeln und die Contest-Log-Software teilten wir die Schülerinnen und Schüler den einzelnen Stationen zu. Ziel war es, sowohl unser Ausbildungsrufzeichen DN4JH als auch die Schulstation DK0LG zu aktivieren. Folgende Teams gingen an den Start:

  • Teilnahmeklasse A (Kurzwelle): Nazar, Till

  • Teilnahmeklasse B (UHF/VHF): Sarah, Miriam, Raphael

  • Teilnahmeklasse C (QO-100 & Satellit): Diego, Luke, Ron, Nils

     

Sogar eine "Star-Wars" Sonderstation ist im Log

 

Miriam und Raphael an der UKW-Station


 

 

 

 

 

 

 

 



 Unterstützt wurden die Gruppen von Günter (DM3WO), Dietmar (DL4HWO) und Jens (DM4JH) aus dem Ortsverband Wolfen des DARC W28.

Alex (DP0GVN)  Quelle: Amsat DL

Nach einem erfolgreichen Funktionstest der Schulstation unter dem Rufzeichen DK0LG/T gelang es Till bereits in den Vormittagsstunden, über den Satelliten QO-100 Kontakt zur Antarktisstation DP0GVN herzustellen. Besonders erfreulich war, dass sich Alex (DL2ALY) auf der Neumayer-III-Station bereit erklärt hatte, den Schulstationen an diesem Tag als attraktiver Funkpartner zur Verfügung zu stehen. Für unsere Anlage stellte die rund 80.000 km lange Funkstrecke kein Problem dar.

 

Nils auf QO100
Ab 14:30 Uhr nahmen wir dann aktiv am Wettbewerb teil. Die Kurzwellenbänder (40 und 20 Meter) zeigten sich erwartungsgemäß schwierig in den Ausbreitungsbedingungen. Dafür füllte sich das Logbuch unserer UHF/VHF-Gruppe erfreulich schnell. Schön, dass sich viele Funkamateure rund um die Repeater Brocken (DB0HSB), Halle (DB0HAL), Dessau (DB0DES), Belzig (DB0BEL) und Leipzig (DB0LE) Zeit genommen haben, um uns ihre Punkte zu geben. Wie immer stand bei den Funkverbindungen auch der persönliche Austausch im Vordergrund – viele QSOs dauerten daher etwas länger.

Zum Abend hin verbesserten sich die Bedingungen deutlich. Alle Teilnehmer hielten bis zum Wettbewerbsende um 19:00 Uhr durch – und dann gab es noch eine kleine Überraschung.

Besonders motivierend war wie immer unsere geplante Verpflegung der Wettkämpfer mit Pizza und Getränken. Es hat uns wieder großen Spaß gemacht.

Bis zum 27. Europatag im nächsten Jahr!  

Jens Home, DK0LG

Stärkung nach einem aufregenden Wettbewerb

 


 


Freitag, 18. April 2025

Ein unvergesslicher Tag der Raumfahrt 2025

Space Buzz One der DLR
Am Morgen des großen Tages machten wir uns – meine Frau Kathrin Home, unser Schüler Till
Siebenhaar (Klasse 9a) und ich – gegen 10 Uhr vom Hauptbahnhof auf den Weg zum Veranstaltungsgebäude, dem Futurium. Schon vor dem Eingang erwartete uns ein beeindruckendes Highlight: der "Spacebuzz One" – ein begehbarer Hightech-LKW, der eine simulierte Reise zur Internationalen Raumstation (ISS) und zum Mond ermöglichte. Ausgestattet mit VR-Brillen und animierten Raumschiffsitzen erlebten wir eine realistische, rund 20-minütige Reise ins All – inklusive spürbarer Erschütterungen!

Vor dem gemeinsamen Flug zur ISS

 Nach diesem aufregenden Auftakt betraten wir das Futurium, eine Mischung aus Museum und Veranstaltungszentrum. Dort erwartete uns ein besonderer Empfang: Nach dem Nennen unserer Zugangsparole wurden wir direkt in den VIP-Bereich geführt, wo uns Frau Kirsten Werner, verantwortlich für Events und Public Outreach beim DLR in Bonn, herzlich willkommen hieß. Im Wartebereich ergaben sich bereits spannende Begegnungen, unter anderem mit Frau Dr. Anna Christmann, der Schirmherrin des Wettbewerbs "Zeig mir Dein Universum" und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, sowie dem deutschen ESA-Astronauten Dr. Matthias Maurer. Schon bald kamen wir mit ihnen ins Gespräch.
Begrüßung durch Frau Dr. Christmann
Smalltalk mit ESA Astronaut Matthias Maurer

 

Pünktlich um 11:15 Uhr begann die offizielle Eröffnung des "Tag der Raumfahrt 2025", moderiert von Moritz Vieth, bekannt vom YouTube-Kanal "Senkrechtstarter". Als Teilnehmer des Wettbewerbs hatten wir besondere Ehrenplätze. In der Eröffnungsrede erfuhren wir, dass dieses Event das erste seiner Art in Deutschland war – mit dem Ziel, es zukünftig als festen Raumfahrttag zu etablieren. Hochkarätige Gäste wie Dr. Walther Pelzer (Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR) und Dr. Josef Aschbacher (Generaldirektor der ESA) unterstrichen die Bedeutung des Anlasses.

Unterschrift unter der Urkunde 

Ein Höhepunkt war die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs "Zeig mir Dein Universum". Unser Beitrag ist unter folgendem Link zu finden: Zeig mir Dein Universum. Jeder Gewinner wurde persönlich von Dr. Maurer, Dr. Pelzer, Frau Dr. Christmann und dem Moderator gewürdigt. Besonders beeindruckend war der Auftritt unseres Schülers Till Siebenhaar, der souverän und fachkundig vor einem großen Publikum berichtete. Die feierliche Übergabe der Urkunden durch die anwesenden Raumfahrtpersönlichkeiten war ein unvergesslicher Moment.

Im Laufe des Tages verfolgten wir spannende Vorträge zur Zukunft der Raumfahrt in Europa und knüpften zahlreiche wertvolle Kontakte. Unser Wettbewerbsbeitrag und Tills beeindruckendes Interview fanden durchweg große Anerkennung.

Glückwünsche von Matthias Maurer, Frau Dr. Christmann und DLR Chef Herr Dr. Pelzer

 Preisgeld sinnvoll investiert

Mit der Prämie ist auch ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro verbunden. Dieses wird der Fachschaft Astronomie sowie der AG Amateurfunk und Elektronik zugutekommen. Eine erste Anschaffung wird ein Spezialteleskop zur Sonnenbeobachtung sein – ein H-Alpha-Teleskop (Skywatcher ST 76/630 Heliostar-76 H-alpha), zusammen mit einer passenden Montierung (Skywatcher Montierung Solarquest AZ). Mehr Informationen und Beispielbilder gibt es hier: Astroshop.

Zudem wird für die AG ein Spektrumanalysator bis 2,1 GHz angeschafft, der zur Analyse elektromagnetischer Signale und zur Optimierung elektronischer Baugruppen genutzt wird: Batronix.

Besondere Erlebnisse in Berlin

Ein 3U Fernerkundungssatellit

Die wärmste Anerkennung durch Fachleute sowie das Knüpfen neuer Kontakte waren für uns eine große Freude. Besonders faszinierend waren die Fachvorträge und natürlich die VR-Reise zur ISS und zum Mond.

Ein besonderes Highlight war das Treffen mit Dr. Matthias Maurer. Er erwies sich als äußerst freundlicher und aufgeschlossener Mensch, der mit Begeisterung von seinen Erfahrungen in der Raumfahrt berichtete.

 

Zukunftspläne: Was kommt als Nächstes?

Wir denken bereits über weitere spannende Projekte nach. Durch neu geknüpfte Kontakte könnten sich in Zukunft interessante Möglichkeiten ergeben. Zudem ist eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn geplant. Als "Moonbounce-Schule" haben wir uns dort bereits einen guten Namen gemacht – und es bleibt spannend, was die Zukunft bringt!

Unsere Urkunde

 

Motto des Tages